STARTSEITE | SITEMAP | HAFTUNGSAUSSCHLUSS | IMPRESSUM

News aus Trier

News aus Trier

Trier, Trier, Trier

mehr ...

News aus der Region

News aus der Region

Rund um Trier, bis in die "Pampa"

mehr ...
Sie sind hier: STARTSEITE » NEWS

News

Wie die wilden Kelten lebten

Auf Schritt und Tritt begegnet man rund um Trier römischen "Hinterlassenschaften" in Form von Mammutgebäuden, Grabmalen, Mosaiken oder ähnlichem. Dabei wird manchmal übersehen, dass vor den Römern die Kelten hier lebten - die Treverer, denen exzellente Reitkenntnisse nachgesagt werden. Um das Thema Kelten praxisnah aufzuarbeiten und Schulen zugänglich zu machen, bietet die Europäische Akademie Otzenhausen zusammen mit dem Institut für Lehrerfort- und weiterbildung Saarbrücken ein Praxisseminar zum Ringwall Otzenhausen mit Herstellung historischer Textilien (Spinnen, Weben) an. Am Montag, 19. November, 9 bis 16 Uhr, können Lehrer und andere Multiplikatoren in die spannende Welt der Kelten eintauchen.

Die Fortbildung bietet Lehrern und Multiplikatoren Hilfestellungen für den praxisorientierten Unterricht. Die Teilnehmer erhalten Informationen, mit denen sie u.a. eine Projektwoche und/oder einen Klassenausflug zum keltischen Ringwall und zum Keltendorf optimal vorbereiten können. Zudem erhalten sie Informationen zur Keltenkiste, die für Lehrer und Multiplikatoren ausleihbar ist. Eine Einweisung in die alten Handwerkstechniken wie Bandweben und Wolle spinnen runden die Fortbildung ab. Auf Wunsch werden die Teilnehmer von der Dozentin und Grundschullehrerin Nicole Koch auch über keltische Funde in der Nähe ihres eigenen Schulstandorts informiert, damit diese individuell in den Unterricht eingebunden werden können. Die Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung zur Vorlage als Weiterbildung (ILF Saarbrücken). Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos (ILF Saar-brücken). Eine Anmeldung per E-Mail an koch@eao-otzenhausen.de ist erforderlich. Anmeldeschluss ist eine Woche vor Kursbeginn. (red)

Fliegende Steine

Ausgrenzung, Anderssein, Akzeptanz, Fluchterfahrung, Neuanfang: Diese Themen werden einfühlsam und kindgerecht in dem Buch "Fliegende Steine" aufgegriffen. Der atmosphärisch dichte Roman spielt 1958 in einem kleinen Dorf in Brabant/Holland und ist doch von verblüffender Aktualität. Protagonistin ist Fee, ein junges Mädchen, das eine blühende Fantasie hat. Ständig malt sie sich alles Mögliche aus. Manchmal stellt sich vor, wie es wäre, einen anderen Vater zu haben. Denn ihrer liegt meist auf dem Sofa und liest die Zeitung, während ihre fröhliche Mutter den ganzen Tag arbeitet. Schon fast ein Jahr wohnen sie nun auf dem abgelegenen Bauernhof. Mit den reichen Mädchen aus dem Dorf hat Fee keinen Kontakt, aber die dunkelhäutige Laura aus "Niederländisch-Indien" mag sie gern. Auch ihre nächste Nachbarin Sofia, die alleine außerhalb des Dorfes wohnt, findet sie nett. Doch dann fliegt der erste Stein.

Die mehrfach ausgezeichnete Autorin Martha Heesen entfaltet eine Geschichte vor dem Hintergrund der 1950er Jahre in einem niederländischen Dorf, in dem die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges spürbar und die Menschen bemüht sind, eine Normalität zu finden. Der Roman spielt einerseits mit einem Vorwissen, andererseits lebt er von zahlreichen Leerstellen, die einen Deutungsspielraum ermöglichen und zum Nachdenken anregen. Damit wendet sich die Autorin einem Jahrzehnt zu, das nur vereinzelt in aktuellen Kinder- und Jugendromanen behandelt ist.
Fee gehört zu denjenigen, die von außerhalb kommen. Genauso wie die Flüchtlinge aus der ehemaligen Kolonie Niederländisch-Indien, deren Unabhängigkeit die niederländische Regierung erst nach dem Zweiten Weltkrieg anerkannt hat. Aber nicht nur die Ausgrenzung der Mädchen, die in den Niederlanden eine neue Heimat suchen und in einer Unterkunft untergebracht werden, sind ein Thema der Geschichte, sondern auch die Ausgrenzung jener Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges mit den Deutschen befreundet waren. Dieser historische Hintergrund wird öfter angespielt und verweist auf die Gräueltaten der Nationalsozialisten und die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung. Was genau Fees Familie erlebt hat, wird verschwiegen. Aber das Verhalten des Vaters und seine Lethargie lassen Deutungen zu. Mit Fee hat Heesen eine Figur entworfen, die im Laufe der Geschichte mutiger, auch selbstbewusster wird und vor allem Dinge hinterfragt. Die Autorin schafft es überzeugend, ihrer Geschichte Aktualität zu geben und zum Nachdenken anzuregen.
Martha Heesen, Fliegende Steine, a.d. Niederländischen von Rolf Erdorf, Gerstenberg 2017, 160 Seiten, 12,95 Euro, ab 13 Jahre. (red)

Spiegelbild

Wie leben Frauen in der Gesellschaft? Wie arbeiten sie, wie versorgen sie ihre Familie? Wie ist ihre Haltung zum Ehemann? Ein Bildband mit starken Fotos geht diesen Fragen nach. Im Blickpunkt stehen Frauen in der heutigen ägyptischen Gesellschaft. "Sayeda" lautet der Titel des 288 Seiten umfassenden Bildbands, was soviel wie "Dame" auf Arabisch bedeutet. Für das Buch reiste die Fotografin Amélie Losier mehrmals nach Ägypten. Dort fotografierte sie Frauen überwiegend in ihrer privaten Umgebung und führte Interviews. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Bildband gibt authentische Einblicke in die Gefühls- und Lebenswelt von Ägypterinnen verschiedener Altersklassen und sozialer Schichten. Dabei gewinnt der Betrachter gesellschaftliche Eindrücke und unternimmt quasi nebenbei eine Reise in den ägyptischen Alltag. Ergänzt werden die privat wirkenden Fotos von ausdrucksstarken Straßenszenen, die die tiefe Zerrissenheit der ägyptischen Gesellchaft zur Stellung der Frau verdeutlichen.

Mal ist es eine Putzfrau, dann eine Frau, die versuchte, für die Präsidentschaftswahlen zu kandidieren: Egal, wen Amélie Losier fotografisch porträtiert, die Frauen hinterlassen sehr individuelle und nachhaltige Eindrücke. Wie die Frau, die den äußerst seltenen Beruf als Taxifahrerin ausübt. Oder die Frau, die mit ihrer Arbeit die Familie durchbringt. Oder die 20-Jährige, die sich mit ihrem Verlobten heimlich trifft, um zu prüfen, ob er der Richtige ist. Oder die Koptin, die frei sein wollte und einer Ehe für immer entgangen ist. Die Fotos und Interviews geben einen tiefen, facettenreichen Einblick in eine Welt jenseits der gängigen politischen Nachrichten. Neben den Fotos enthält der Band Texte der Politikwissenschaftlerin und Islam-Expertin Hoda Salah und der Kunsthistorikerin und Fotografiespezialistin Franziska Schmidt. Lesenswert ist auch der Text von Amélie Losier über ihre praktische Umsetzung des Buchprojekts in Ägypten. Das Buch "Sayeda - Frauen in Ägypten" ist im Nimbus Verlag erschienen. ISBN 978-3-03850-037-7, 288 Seiten, 36 Euro.
P.S. Von Donnerstag, 26. April, bis Sonntag, 29. Juli, ist die Bilderschau im Haus am Kleistpark (Grunewaldstr. 6-7) in Berlin zu sehen. (GB)

Mosel-Radweg erneut unter Top Ten-Radwegen

Radtourismus bleibt an der Mosel attraktiv - Aktionstage in der Region, Tandem-Event, Partys, Touren

Der 270 km lange Mosel-Radweg gehört seit Jahren zu den beliebtesten Radwegen Deutschlands und schafft es mit Rang 10 (von 137 Radrouten) erneut in die Top Ten der beliebtesten Radwege. Auch bei den beliebtesten Radregionen platziert sich die Mosel mit Rang 10 (von 171 Regionen) in den Top Ten. Besonders erfreulich im Hinblick auf die kommende Tourismussaison ist das gute Ranking der Mosel bei der Nennung der beliebtesten Reiseziele für 2018: Hier belegt die Mosel hinter Elbe-, Donau, Ostseeküsten- und Weserradweg den Rang 5 (von 242 Zielen).

An der Mosel genießen Radfahrer die Landschaft ungestört und ohne Steigung auf den Radwegen direkt an Mosel, Saar und Ruwer. Ein besonderes Radvergnügen bietet der autofreie 25. Erlebnistag „Saar-Pedal“ zwischen Konz und Merzig. Bereits zum 25. Mal heißt es am 20. Mai auf der 40 Kilometer langen Strecke von 10 bis 18 Uhr freie Fahrt für Radfahrer, Inline-Skater und Wanderer. Im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums finden am Samstag, den 19. Mai, „Saar-Pedal-Warm-up-Partys“ in drei Aktionszonen statt. in Konz im Meierspark (Winzerfest), in Schoden am Sportplatz sowie in Mettlach am Marktplatz können sich die Besucher am Vorabend bei Live-Musik, Essen und Trinken, schon mal auf Saar-Pedal einstimmen. Mit dem 1. Tandem.Treffen.Mosel vom 8. bis 10. Juni feiert Zell (Mosel) eine Premiere, da es ein solches Treffen an der Mosel noch nicht gegeben hat. Es werden verschieden Touren angeboten, geführt (ca. 40 Km) oder zum Selbsterkunden mit Hilfe von GPS Tracks (ca. 60 Km oder ca. 90 Km). Nach den Touren können Besucher den Abend bei Live-Musik und regionalen Köstlichkeiten ausklingen lassen. Weitere Informationen zur Saar-Pedal unter www.saarpedal.de und zum 1. Tandem.Treffen.Mosel unter www.zellerland.de. (red)

Frauen voran

Frauen leben immer häufiger von eigener Erwerbstätigkeit

WIESBADEN. Im Jahr 2016 bestritten rund 72 % der Frauen zwischen 25 und 55 Jahren ihren überwiegenden Lebensunterhalt aus einer eigenen Erwerbstätigkeit. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März weiter mitteilt, hatte dieser Anteil vor zehn Jahren mit 64 % noch deutlich niedriger gelegen. Im Osten Deutschlands finanzierten im Jahr 2016 rund 77 % der Frauen ihren Lebensunterhalt vorrangig durch eigene Erwerbsarbeit. Im Westen lag der Anteil bei 70 %.

Bei bundesweit 16 % aller Frauen zwischen 25 und 55 Jahren stammte der überwiegende Lebensunterhalt aus Einkünften des Partners oder von anderen Familienangehörigen. Im Jahr 2006 hatte dies noch auf 23 % der Frauen zugetroffen. Auch hier waren im Jahr 2016 die Ost-West-Unterschiede deutlich (Osten: 6 %, Westen 18 %).
Im Vergleich hierzu lebten 86 % der Männer zwischen 25 und 55 Jahren überwiegend von einer eigenen Erwerbstätigkeit (2006: 83 %). Der Anteil der Männer, welche vorrangig von einem Einkommen eines Partners oder eines anderen Angehörigen lebten, betrug im Jahr 2016 rund 3 % (2006: ebenfalls 3 %). Zwischen ost- und westdeutschen Männern dieses Alters gab es nur geringe Unterschiede. (red)

Immer häufiger ins Heim

Für 53 300 Kinder oder Jugendliche in Deutschland haben die Jugendämter im Jahr 2016 eine Erziehung in einem Heim oder in einer anderen betreuten Wohnform eingeleitet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum heutigen Internationalen Tag der Kinderrechte mitteilt, waren das 20 % mehr neue Heimerziehungen als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2014 betrug der Zuwachs sogar 50 %.

Besonders stark war der Anstieg in der Altersgruppe der männlichen 16- und 17-Jährigen: Hier hat sich die Zahl der begonnenen Heimerziehungen von 7 000 im Jahr 2014 über 14 400 im Jahr 2015 auf 21 600 mehr als verdreifacht. Damit stellten diese Altersjahrgänge mehr als die Hälfte (57 %) aller begonnenen Hilfen für Jungen und junge Männer. Ein Grund für das Plus dürfte die hohe Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge der letzten Jahre sein.
Kinder, die zu ihrem eigenen Schutz oder aufgrund widriger Umstände nicht mehr in der Familie versorgt werden können, haben nach Artikel 20 der UN-Kinderrechtskonvention einen Anspruch auf staatlichen Schutz und Beistand. Dazu zählt auch die Sicherstellung ihrer Betreuung in Heimen oder anderen Wohnformen. Nach Artikel 22 der Konvention gilt dies gleichermaßen für Flüchtlingskinder, die von der Familie getrennt leben. (red)

Wenn der Hamster den Löffel abgibt

Einen neuen Elternratgeber der etwas anderen Art möchten wir an dieser Stelle vorstellen und empfehlen. "Was tun, wenn der Hamster den Löffel abgibt" ist der Titel des kompakten und gebundenen 224 Seiten-Werks. Er deutet bereits darauf hin, dass die vielen alltagsnahen Fragestellungen im Buch auch mit Humor beantwortet werden. Das aus der Süddeutschen Zeitung bekannte Familientrio Kirsten Boie, Jesper Juul und Katharina Saalfrank stellt sich verschiedensten Fragestellungen zu Erziehung, Partnerschaft und Familie: Darf das Kind sich an Fastnacht als IS-Kämpfer verkleiden? Dürfen Eltern bestimmen, was sich Kinder von ihrem Taschengeld kaufen? Oder muss der kranke Hamster unbedingt ärztlich versorgt werden? Der Reiz an dem Buch: Die drei Ratgeber kommen durchaus zu unterschiedlichen Empfehlungen. Wobei insbesondere die unaufgeregte Gelassenheit von Jesper Juul zeigt, dass es keine perfekten Eltern gibt.

60 Elternfragen, die jeweils von den drei Experten beantwortet werden: Es gibt eben nicht den einen richtigen Weg, sondern verschiedene Möglichkeiten der Erziehung. Wobei es mal gefühlvolle Tipps der Pädagogin Katharina Saalfrank (u.a. bekannt als Fernseh-Supernanny) gibt. Oder einen versteckten Zeigefinger von der Autorin Kirsten Boie. Oder aber eben der Humor und die Klarheit des europaweit anerkannten Familientherapeuten Jesper Juul, mit dessen Ratschlägen sich Eltern nicht verbiegen müssen und authentisch bleiben dürfen.
Soll das Kind selbst entscheiden, wer zu seinem Geburtstag kommt? Was tun, wenn der beste Freund seine Frau betrügt? Soll ich meinem Kind die Angst vor dem Krieg ausreden? Auf alle Fragen gibt es ehrliche und oft pragmatische Antworten. Das Buch liest sich zügig und bietet selbst bei Fragestellungen, die einen nicht so berühren, unterhaltenden Lesestoff. Beltz Verlag, 12,95 Euro. (GB)