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Kinder Künstler Kritzelkino

Kritzelspaß mit neuen Daumenkinos

Die ersten Daumenkinos gab es laut Wikipedia schon vor rund 400 Jahren: Gemeint sind kleine Büchlein, die durch das rasche Abblättern die Illusion bewegter Bilder entstehen lassen. Je nachdem, wie schnell oder langsam das Buch mit dem Daumen abgeblättert wird, erfolgt die "bewegte" Geschichte ebenfalls schnell oder langsam. Die Labor Ateliergemeinschaft legt jetzt im Beltz & Gelberg Verlag neun Daumenkinos von neun verschiedenen Künstlern vor. Alle Bücher haben ein eigenes Thema: Es geht beispielsweise um "Blumenbiester", um die "Tobende Tiefsee" oder den "Fiesen Furz". Die "Kinder Künstler Kritzelkinos" laden ein zum Weitermalen.

Jedes Kritzelkino hat unterschiedliche Bildmotive und trägt eine eigene Handschrift. Die kleinen 80-seitigen Bücher laden ein zum Weitermalen: Ein Teil des Kinos ist vorgezeichnet, der Rest kann dazu gekritzelt werden. Die Bücher kosten 3,20 Euro, sind Anfang Februar 2015 erschienen und eignen sich für Kinder ab sechs Jahren. Hier kann man ein Interview mit einigen der Künstler nachlesen, das der Verlag geführt hat.

1. Was ist eigentlich ein Kritzelkino?

Von Zubinski: Ein Kritzelkino bietet den Raum, aus einer einfachen Kritzelei ein Bewegtbild zu machen.
Vlahovic: Dem eigenen Bild die Dimension der Bewegung hinzuzufügen – ohne technischen Schnickschnack.
Fellehner: Das Kritzelkino ist Daumenkino und Kritzelbuch in einem. Der Kritzelkünstler zeichnet den begonnenen Film einfach fertig.

2. Wieso habt ihr euch für die Form des Daumenkinos entschieden?

Von Zubinski: Weil es so einfach ist und der Effekt so verblüffend.
Vlahovic: Wir haben nur einen unser aller Kindheitsträume verwirklicht. So ein Daumenkino ist klein, kann überall mit und ist und bleibt doch eine ganz eigene Welt für sich.
Fellehner: Daumenkinos habe ich immer schon geliebt und mich deshalb sehr gefreut, jetzt selbst eins machen zu dürfen. Die Idee, Daumenkinos zum Weitermalen zu machen, fand ich stark und ich bin sehr gespannt, was dabei rauskommt.

3. Die Daumenkinos laden zum Weitermalen ein. Ist es euch schwergefallen, nicht selbst loszukritzeln und stattdessen Raum für die Kinderkünstler zu lassen?

Von Zubinski: Im Gegenteil! Am liebsten hätten wir die Kritzelkinos ganz leer gelassen und die Füße hochgelegt. Wir finden es nämlich am allerallerschönsten, wenn die Kinder sich selbst etwas ausdenken – ohne Vorgaben gibt es mehr Möglichkeiten und noch mehr Überraschungen. Wir verstehen die Kritzelkinos als eine Art Künstler­Kollaboration und freuen uns auf tolle Kritzelkino­Knaller!
Vlahovic: Eigentlich nicht. Am liebsten hätte ich gar nichts vorgegeben.
Fellehner: Ja! Ist mir tatsächlich sehr schwergefallen. Aber ich kann mir ja immer noch ein eigenes zeichnen...

4. Ein Baby isst, ein Torwart hält den Fußball nicht, ein Robo rockt, ein Furz verscheucht die Fliege. Alles Erlebnisse aus dem Alltag? Was eignet sich für das Kritzelkino?

Von Zubinski: Für unsere Kritzelkinos haben wir nach unterschiedlichen Mechaniken gesucht – alles, was sich bewegt, verändert oder wächst bietet sich an. Im besten Fall wird weiter experimentiert – auch abstrakte Formen lassen sich sehr gut animieren. Wir sind gespannt, was die Kinder mit dem Furz anstellen!
Vlahovic: Sind nicht die meistens Erlebnisse aus dem Alltag weitergesponnen ins »was wäre wenn« oder könnte es nicht so und so aussehen? Je einfacher das Motiv desto besser. Schließlich muss Platz für zwei Künstler sein.
Fellehner: Man braucht zuerst eine Bild- bzw. Filmidee, die in kürzester Zeit erzählt werden kann. Am besten baut man auf bekannten Bildern auf. Die müssen aber nicht alltäglich sein, da kann es sich auch um Ufos oder Zauberer drehen. Hauptsache kurz und knapp. (red)