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Mit Eggy Egbert durch die Schatzkammer

Mit Eggy Egbert durch die Schatzkammer

TRIER. Die neue Schatzkammer in der Stadtbibliothek Trier hat es in sich: Gezeigt werden kostbare Handschriften und Drucke, eindrucksvoll im Dunklen angeleuchtet und in Szene gesetzt. Die Schätze, zu denen zwei große Globen aus dem 17. Jahrhundert gehören, sind auch für Schulklassen und Familien sehr sehenswert. Neu ist ein Museumsführer für Kinder: Mit „Eggy Egbert“ können sich Kinder auf Spurensuche durch die Schatzkammer begeben. "Spannend, die alten Bücher zu entdecken!", meinten einige Schüler der Hubert-Cüppers-Schule bei einem ersten Probenlauf mit dem neuen Museumsführer. Ob sie den Besuch der Schatzkammer anderen Kindern empfehlen würden? "Auf jeden Fall!", lauteten die Antworten.

Nach der umfänglichen "Frischzellenkur" der Stadtbibliothek in der Weberbach werden Besucher, die schon länger nicht mehr dort waren, die Einrichtung kaum mehr wiedererkennen. Es gibt einen barrierefreien Zugang, Aufzug und ein freundliches neu gestaltetes Entrée. Die wahre Schatzkammer öffnet sich in einem separaten Raum. Von einem "hochrangigen kulturellen Schatz aus dem Mittelalter" spricht der Chef der Bibliothek, Prof. Dr. Michael Embach, zu Recht. Beherbergt die Schatzkammer mit dem 1000 Jahre alten Codex Egberti doch ein Unesco-Weltdokumentenerbe und viele weitere Kostbarkeiten. Sie alle sind in Vitrinen ausgestellt und zeigen virtuose Mittelalterkunst. Wunderschön ins rechte Licht gesetzt, kann man beim Betrachten der Bilder und Schriften erahnen, wieviel Mühe und Können für das Herstellen dieser farbprächtigen Kunstwerke einst wohl von Nöten waren.
Mit einem neuen Museumsführer wollen die Ausstellungsmacher auch Kindern die Schätze erklären und in den richtigen Kontext stellen. Denn die Schatzkammer beinhaltet äußerst wertvolle Bücher mit Hexensprüchen, Goldeinbänden, Zauber- und Segenssprüchen, eine Gutenberg-Bibel, Originalhandschriften oder den weltweit nur ein einziges Mal nachgewiesenen "Fischkalender". Zwei Mitarbeiterinnen, Uta Martin und Ruth Arenz, haben den Kinderführer Eddy Egbert entworfen. Mit einer Raupe spüren die Kinder Lösungswörter auf. Ein Rätsel, das offenbar viel Spaß macht, wie die Reaktionen der Kinder bei einem ersten Ausprobieren zeigten. Geeignet ist der neue Museumsführer für Kinder, die schon lesen können.
Kinder bis zehn Jahre brauchen keinen Eintritt zu bezahlen, für Schulklassen übernimmt eine Sparkassenstiftung die Kosten, erklärte Bürgermeisterin Angelika Birk. Neben dem offiziellen Museumspersonal können auch pensionierte Lehrer durch die Ausstellung führen; außerdem gibt es Audioguides in vier Sprachen und eine App. Bei Interesse werden kleine Druckkurse angeboten. Und ein letzter Hinweis: Wer einen Kindergeburtstag plant, kann vor der eigentlichen Feier mit der kleinen Gästeschar eine Rallye durch die Schatzkammer machen: Mit Eggy Egbert auf Schatzsuche. (GB)