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Leichte Sprache im Stadtmuseum

Museum-Führungen in Leichter Sprache

Stadtmuseum Simeonstift stellt Audioguide in Leichter Sprache vor

TRIER. Das Stadtmuseum Simeonstift Trier bietet als erstes Museum in Rheinland-Pfalz einen Audioguide in Leichter Sprache an. Der Rundgang durch die Ausstellung ist ein
Angebot an Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen über eine eingeschränkte Kompetenz der deutschen Sprache verfügen. Daher eignet sich der Audioguide auch für Deutschlernende mit einfachem Sprachniveau.

Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch – das waren bislang die Sprachen, in denen Besucherinnen und Besucher des Stadtmuseums Simeonstift Trier ihren Hörführer durch die Ausstellung wählen konnten. Ab sofort ist dieses Angebot um eine Option reicher: Als erstes Museum in Rheinland-Pfalz bietet das Museum einen Audioguide in Leichter Sprache an.

Das Konzept der Leichten Sprache wurde in den 90er-Jahren im Umfeld der Behindertenselbsthilfe entwickelt. Die damals festgelegten Regeln gelten bis heute: kurze, einfache Sätze, keine Fremdwörter, bewusste Wiederholungen und die Beschränkung auf eine Aussage pro Satz. Leichte Sprache richtet sich nicht nur an Menschen mit geistiger Beeinträchtigung, sondern auch an Betroffene von Lese- und Lernschwächen, Konzentrationsproblemen und an Deutschlernende mit einfachem Sprachniveau. Auch für ältere Besucher, deren Aufmerksamkeitsspanne verkürzt ist, stellt der neu entwickelte Audioguide eine Alternative zur klassischen Hörführung dar.
Anders als bei einem Kinderaudioguide vermittelt die Leichte Sprache auch komplexe Inhalte. „Wir nehmen die Besucher ernst und vermitteln in Leichter Sprache auch
vielschichte Zusammenhänge – das hat die Übersetzung zu einer Herausforderung gemacht“, berichten Alexandra Orth und Dorothée Henschel, Projektleiterinnen am
Stadtmuseum Simeonstift. Die Ausarbeitung erfolgte in enger Abstimmung mit der Lebenshilfe Trier, deren zertifizierte Experten den Audioguide geprüft und freigegeben
haben. Wolfgang Enderle, Vorstand der Lebenshilfe Trier: „Ich bedanke mich beim Stadtmuseum für die hervorragende, engagierte Zusammenarbeit und bin sehr stolz auf die Prüferinnen und Prüfer aus unseren Einrichtungen. Eine tolle, gemeinsame Leistung aller Beteiligten und ein weiterer wichtiger Schritt zur Barrierefreiheit unserer Region auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft.“
Anhand von 20 Objekten der Dauerausstellung führt der Rundgang die Besucher von den römischen Anfängen der ältesten Stadt Deutschlands bis in die Gegenwart und vermittelt das reiche kulturelle Erbe Triers. Die Geschichte des letzten Kurfürsten Clemens Wenzeslaus, die Bedeutung des Gelehrten Karl Marx aber auch die Besonderheiten der zahlreichen Gemälde und Skulpturen in der Ausstellung werden in Leichter Sprache erläutert. Übersichtliche Raumpläne weisen den Weg durch das Museum. Der Audioguide in Leichter Sprache ist die jüngste von mehreren Inklusions-Initiativen, die das Museum in den vergangenen Jahren verwirklicht hat, darunter ein Projekt für blinde Besucher, Führungen mit Demenzerkrankten und Integrationskurse mit Deutschlernenden. „Als öffentliches Haus legen wir größten Wert darauf, offen für Menschen in
unterschiedlichen Lebenssituationen zu sein“, betont Museumsdirektorin Dr. Elisabeth Dühr, „die Leichte Sprache ist für uns ein Instrument, bestehende Barrieren abzubauen.“ (red)