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Kindergeburtstag

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So ticken Jugendliche

Studie zeigt: Großteil der Jugendlichen akzeptiert gesellschaftliche Vielfalt

Was Jugendliche über die Zuwanderung Geflüchteter denken, wie sie zur immer pluraler werdenden Gesellschaft Deutschlands stehen, was sie heute noch mit dem Begriff Nation verbinden und welche Geschichtsbilder sie haben: Im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat das SINUS-Institut 14- bis 17-Jährige befragt. Der überwiegende Teil der Befragten befürwortet die Aufnahme Geflüchteter. Zuwanderung wird grundsätzlich positiv gesehen, die Jugendlichen zeigen sich tolerant und fordern mehr Engagement für eine gelungene Integration. Viele Aspekte der „postmigrantischen Gesellschaft“ sind für einen Großteil der 14- bis 17-Jährigen selbstverständlicher Alltag.
In Teilen äußern die Jugendlichen aber auch manifeste Vorbehalte gegenüber anderen Nationalitäten. Meist handelt es sich dabei um tradierte Stereotype, die von den Jugendlichen aber nicht immer als bloße Klischees erkannt werden. Einzelne Jugendliche, vor allem in den benachteiligten Lebenswelten, betrachten die plurale, vielfältige Gesellschaft (noch) nicht als soziale Norm. Geht es um historische Themen, ist nicht nur das Wissen, sondern auch das Interesse begrenzt. „Geschichte“ wird meist mit negativ besetzten historischen Ereignissen verbunden – vor allem mit dem Zweiten Weltkrieg. Ein großer Teil der Jugendlichen wünscht sich einen lebendigeren Geschichtsunterricht, der sich auch auf aktuelle Ereignisse beziehen sollte. Berichte von Zeitzeugen wiederum gelten als authentisch und machen Geschichte spannend und erlebbar. Die Studie zeigt auch, dass es für die Jugendlichen keine substantiellen Unterschiede zwischen jungen Menschen in Ost- und Westdeutschland mehr gibt – außer den verschiedenen Dialekten. Sie sind sich aber bewusst, dass Eltern und Großeltern teilweise noch an Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschen festhalten.
Weitere Informationen unter: www.wie-ticken-jugendliche.de. (red)

Ehrenamtlicher Deutschkurs sucht Teilnehmerinnen

TRIER. Seit einigen Jahren gibt es im Dachgeschoss der Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF) einen ehrenamtlichen kostenlosen Deutschkurs von Frauen für Frauen. Hauptsächlich Frauen aus arabischen Ländern kommen zum Reden, Lachen, Singen und natürlich Lernen in die Lerngruppe, die zwischenzeitlich auf mehr als 30 Teilnehmerinnen angewachsen war. Darunter auch Mädchen, die mit 14 oder 15 Jahren alleine aus Afrika geflüchtet waren. Derzeit hat die Gruppe Kapazitäten frei - weitere Schülerinnen sind herzlich willkommen.

Seit 2013 treffen sich Frauen unterschiedlichster Nationalitäten immer freitags um 17 Uhr in der AGF. Nach einer Begrüßungszeremonie mit Küsschen und herzlichen Fragen „Wie geht´s?“ packen sie im Dachgeschoss Lernhefte, Papiere und Stifte aus. Gesunde Knabbereien und Saft versüßen die ohnehin entspannte und harmonische Stimmung. Denn natürlich geht es nicht nur ums Deutschlernen – genauso wichtig ist die menschliche Wärme für Frauen, die Flucht und Gewalt erfahren haben. So klären die Frauen – manchmal mit gezeichneten Bildern, einer Übersetzungs-App oder mit Händen und Füßen - zwischen Textübungen und „Hausaufgabenkontrolle“ persönliche Probleme und Fragen.
Den Anfang machten zwei junge Frauen, die damals schon im Arbeitskreis Asyl engagiert waren. Sie hatten die Idee, Flüchtlingen zu helfen und Deutschunterricht zu geben. Über die Ökumenische Beratungsstelle bekamen sie Kontakt zu zwei jungen Frauen aus Syrien und dem Irak, die in einem Eifeldorf untergebracht waren und kein Wort Deutsch sprachen. Aus dem Deutschkurs entwickelte sich eine persönliche Freundschaft, die vom gemeinsamen Cafébesuch über Behördengänge bis zur Schwangerschaftsbegleitung reichte. Durch eine weitere Vermittlung schlossen sich drei junge Mädchen aus Somalia und Afghanistan der Gruppe an, die als Minderjährige allein in die Region gekommen waren. Um die „1:1-Betreuung“ aufrecht zu halten, halfen weitere junge Frauen mit. Die Gruppe vergrößerte sich nochmals im Sommer 2014, als Teilnehmerinnen eines VHS-Arabischkurses hinzukamen. Sie erhofften sich ein Arabisch-Deutsch-Lernen im "Tandem". Durch viele Neuzugänge wuchs die Gruppe zwischenzeitlich auf mehr als 30 Frauen verschiedenster Nationalitäten an – vom Baby bis zur knapp 80 Jahre alten Frau. Für die meisten der Migrantinnen war der Deutschkurs der einzige private Kontakt zu deutschen Frauen. Die Aktionen der Gruppe reichten von Besuchen über gemeinsame Feste und Einkäufe bis zum persönlichen Einsatz in Krisen- und Notsituationen.
Denn letztere bleiben bei diesen so unterschiedlichen Kulturen und Lebensschicksalen nicht aus. Derzeit ist die Gruppe wieder kleiner geworden, da aufgrund von Umzügen, Geburten oder persönlichen Problemen manche der Migrantinnen unregelmäßig oder gar nicht mehr gekommen sind. Auch das ist eine Erfahrung der Gruppe, dass nicht alle Kontakte Bestand haben.
Die Gruppe freut sich auf weitere Teilnehmerinnen, die Deutsch lernen möchten. Einfach in die AG Frieden kommen, Pfützenstraße 1, Trier, Telefon 0651-9941017. Treffen: Immer freitags um 17 Uhr im Dachgeschoss. Während der Ferienzeiten kommen die Frauen nur unregelmäßig. Bei Fragen kann man auch eine Mail schicken an info@trierkids.de. (GB)